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Ethische Problemfelder oder Fragestellungen sind meist sehr komplex, so dass in medialen Debatten oft nach den je eigenen Interessen einzelne wenige Aspekte hervorgehoben und viele andere ausgeblendet werden. Philosophen lernen im Laufe ihres Studiums, sich in ganz verschiedenen Denksystemen zu bewegen und einen Sachverhalt aus verschiedensten Perspektiven zu betrachten. Zudem verfügen ausgebildete Philosophen im Idealfall zudem über ausreichend Musse, Unvoreingenommenheit und Distanz zur gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit. Anders als Entscheidungsträger in Politik oder Wirtschaft müssen sie keine Interessen bestimmter Wählergruppen oder Berufsverbände repräsentieren und durchsetzen. Ihnen dürfte es aufgrund dessen meist besser gelingen, reflexive Distanz zur eigenen Meinung zu wahren und alle vorhandenen Stellungnahmen und Positionen von einem unparteiischen Standpunkt aus zu überblicken und gleichermaßen kritisch zu überprüfen. Sie können die häufig ungenannten Hintergrundannahmen, Polarisierungen, vorschnellen Pauschalisierungen und falschen Schlüße in ethischen Diskussionen aufdecken und auf außer Acht gelassene Aspekte aufmerksam machen.

In zahlreichen Beiträgen in Zeitschriften oder im Internet versuche ich immer wieder, auf diese Weise komplexe Konfliktsituationen in knappen und verständlichen Worten darzulegen und mittels Systematisierung und kritischer Analyse der verschiedenen Standpunkte und Argumente zu einer wohlbegründeten persönlichen Stellungnahme zu gelangen.

 Ziele:

  • allgemein verständlicher Überblick über komplexe ethische Problemfelder und  Positionen
  • unparteiische, unvoreingenommene Analyse aller Standpunkte und Argumente
  • Funktionalisierung der Diskurse durch Lobbing verhindern
  • Beitrag zur ethischen Entscheidungsfindung in Gesellschaft und Öffentlichkeit leisten